Integration

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INTEGRATION

Zusammen-Wachsen

An der Losbergschule in Stadtlohn wird das „Wir“ im Miteinander aller Schülerinnen und Schüler gelebt. Einige sind erst seit kurzem in Deutschland: Hier bekommen sie individuelle Unterstützung, um in ihrer neuen Heimat Fuß zu fassen – mit einem multiprofessionellen Team, viel Engagement und großem Erfolg.

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Melina, Schülerin der Losbergschule

Das Wort Integration bedeutet so viel wie „Wiederherstellung eines Ganzen“. Durch Integration soll also etwas Ganzes, eine Einheit, entstehen. Im besten Fall eine Gesellschaft, in der alle, ungeachtet ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihres Geschlechts, in Freiheit und Respekt leben und ihren Teil zum gemeinsamen „Wir“ beitragen.

An der Losbergschule werden die Grundlagen dafür gelegt. Sie ist eine von noch drei Hauptschulen im Kreis. Vielerorts ist diese Schulform in den letzten Jahren durch Sekundar- oder Gesamtschulen abgelöst worden, nachdem durch den gesellschaftlichen Fokus aufs Abitur die Anmeldezahlen an vielen Hauptschulen immer weiter zurückgegangen waren.

Nicht so an der Losbergschule: „Wir erleben hier großes Engagement, seitens der Kinder wie der Familien“, sagt Schulleiterin Birgit Kentrup. Der überwiegende Teil der Eltern, ob Migrationshintergrund oder nicht, stehe im Dialog mit den Lehrerinnen und Lehrern, bringe sich aktiv ein für das Vorankommen ihrer Kinder. Das kommt nicht von ungefähr, denn Kentrup und ihr Kollegium fördern diesen Austausch aktiv: Integration und Bildung gelingen schließlich leichter, wenn Schule und Elternhaus an einem Strang ziehen. Auch mit den örtlichen Vereinen pflegt die Losbergschule gute Kontakte. Und „unsere Stadtgemeinschaft hier in Stadt­lohn ist sehr aufgeschlossen, inte­grativ und einladend“, freut sich Ken­trup über das gute lokale Miteinander.

Für neue Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, die die deutsche Sprache noch nicht oder nicht gut genug beherrschen, wird in der Losbergschule nach einer Eingangsanalyse ein individueller Lehrplan erstellt. Neben dem zügigen Spracherwerb stehen meist auch sichere mathematische Grundlagen im Fokus. Dafür gibt es die Eingangsklassen, eine Art „Schule in der Schule“ mit Schülerinnen und Schülern zwischen 10 und 18 Jahren. Mit hohem Betreuungsschlüssel, ausgereiftem Konzept und begleitet von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen gelingt es hier in beeindruckend kurzer Zeit, den Kindern Deutsch beizubringen. Parallel zur Eingangsklasse können sie so auch Stunden in ihrer altersgerechten Klasse verfolgen – und nach und nach komplett in den regulären Unterricht wechseln.

Die 15-jährige Melina kam erst vor zwei Jahren aus dem Iran nach Deutschland: Jetzt spricht sie fließend Deutsch und ist eine der Besten in ihrer 9. Klasse. Gerade macht sie ihren Abschluss, hat sich um ein Förderstipendium des Landes beworben und möchte sich als Nächstes mit der Fachhochschulreife für eine Ausbildung im sozialen Bereich qualifizieren. Auch der 12-jährige Igor, dessen Familie aus Polen stammt, ist ein Beispiel für die erfolgreiche Bildungsarbeit, die an der Losbergschule geleistet wird. Er ist schnell angekommen in seiner Klassengemeinschaft, hat Freunde gefunden und viele neue Lieblingsfächer.

Sechs ganz entscheidende Jahre seien es, die die Jugendlichen an der Losbergschule verbringen, sagt Sozialpädagogin Michelle Canoletta. Verstehen, wie Deutschland funktioniert, die Sprache erlernen, den Schulabschluss meistern und mit dem nächsten Schritt in die Berufsausbildung starten: Das sind große Aufgaben in einem Alter, in dem die Jugendlichen auch viel mit sich selbst zu tun haben. Je älter sie beim Start an der Losbergschule sind, desto mehr Unterstützung sei nötig, bestätigt Lucie Hinse, Leiterin der Eingangsklasse. 10- bis 12-Jährige finden sich leichter ein und zurecht als 13- oder 14-Jährige mitten in der Pubertät. Doch auch ihnen gelingt es mit der Zeit und dem Support durch das multiprofessionelle pädagogische Team der Losbergschule.

Die eigene Berufsperspektive zu finden, ist dabei ein ganz wichtiger Aspekt. Die Losbergschule nimmt am „Schulversuch Talentschule NRW“ teil und fördert die Schülerinnen und Schüler während der gesamten Hauptschullaufbahn gemäß ihren individuellen Vorlieben und Begabungen. Beim Einstieg in die Berufsausbildung unterstützt die Schule mit intensiver Beratung, vielen Praktika und Gesprächen: „Alle unsere Schülerinnen und Schüler haben dieses Thema fest im Blick.“

Dank dieser individuellen Förderung und Begleitung verlässt kein junger Mensch die Losbergschule, ohne zu wissen, was als Nächstes kommt. Etwa 30 % jedes Abschlussjahrgangs können dank guter Noten in die gymnasiale Oberstufe wechseln, die anderen starten in qualifizierte Ausbildungsberufe in regionalen Unternehmen.

„Alle reden vom Fachkräftemangel in Handwerk, Industrie und sozialen Berufen – wir als Hauptschule tun etwas dagegen, indem wir gut vorbereitete, motivierte junge Menschen aktiv an die Berufsausbildung heranführen: Hier bieten sich ihnen solide Perspektiven und tolle Möglichkeiten – bis hin zur Meisterprüfung, die wieder weitere Türen öffnet.“

Schöne Erfolgsgeschichten hören sie von ehemaligen Schülerinnen und Schüler, berichten Kentrup, Hinse und Canoletta, die mit vielen weiter in losem Kontakt stehen und ihre Entwicklung verfolgen. „Letztlich müssen sich alle jungen Menschen in die Gesellschaft 
integrieren, ob Deutsche oder nicht“, sagt Hinse. Für das Team der Losbergschule sei es ein beglückendes Gefühl, diesen Weg ebnen zu können: „Es ist ein tolles Miteinander hier, die große Wertschätzung und Sorge füreinander zieht sich als roter Faden durch die bunte Mischung der Losbergschule.“

Möglich macht diesen Erfolg auch die gute Ausstattung der Losbergschule, zu der die VR-Westmünsterland Bildungs-
initiative e. V. einen Teil beiträgt: Mit Fördergeldern hat sie schon zahlreichen Projekten der Losbergschule den finanziellen Aufwind gegeben, ohne den gute, zeitgemäße Bildung nicht funktioniert – ob Lego-Roboter, mit denen Programmieren geübt wird, 3D-Drucker für den Informatikunterricht oder die Ausstattung eines Multimediaraums. So kann die Zukunft Fahrt aufnehmen.

Elektromobilität

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ELEKTROMOBILITÄT

Stromern für Fortgeschrittene

In Sachen Elektromobilität ist Dülmen ganz weit vorn: Dank guter Infrastruktur und Vernetzung gibt es viele überzeugte „Stromer“ hier, und das nicht nur der Umwelt wegen, wie der Stammtisch Elektromobilität und die Fahrschule Motoschool aus Dülmen berichten.

Stammtisch Elektromobilität?! Ja, den gibt’s – und zwar schon seit 2017. Gegründet hat ihn der damalige Klimaschutzbeauftragte von Dülmen, Günther Thomas, mit dem Ziel, interessierte Bürgerinnen und Bürger miteinander ins Gespräch zu bringen, Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu klären und Berührungsängste abzubauen. Heute ist der Stammtisch ein Selbst­läufer; 20 bis 30 Leute kommen bei den Treffen zusammen und immer wieder neue hinzu.

Christin und Dominik Nathaus sind Gründungsmitglieder und alte Hasen in Sachen Elektrofahrzeug: Das Paar fährt seit 2013 elektrisch. „Damals haben wir uns einen Twizzy gekauft, eine Art Quad mit Dach. Man sitzt darin halboffen und hintereinander.“ Aus 
Umweltgründen? „Ach was“, lacht Christin Nathaus, „aus Spaß!“


Das Gokart-Feeling in dem kleinen Flitzer, die lautlose, kraftvolle Beschleunigung, all das war Erlebnis pur und 
hat damals den Ausschlag gegeben. Für „ernsthafte“ Wege stand ja „der Verbrenner“ bereit, so Dominik Nathaus. Vor vier Jahren sind die beiden dann komplett umgestiegen. Den Strom für die zwei E-Autos in der Garage erzeugt die Photovoltaik (PV)-Anlage auf dem Dach des neugebauten Hauses. Auch auf Langstrecken gibt es selten ein Versorgungsproblem. Zwar schwankt die Dichte an Ladesäulen von Region zu Region, „aber das plant man halt entsprechend“, sagt Nathaus. Das Laden selbst sei erstaunlich schnell erledigt: „Päuschen, Kaffee, weiter geht’s.“

Der Fahrspaß mit Elektromotor überzeugt auch Profis wie Gernot Kempkes, Mitinhaber der Fahrschule Motoschool in Dülmen. „Sind Sie schon mal elektrisch gefahren? Danach wollen Sie nichts anderes mehr“, antwortet er auf die Frage, weshalb seine Fahrschulflotte neuerdings zur Hälfte aus E-Fahrzeugen besteht. „Das ist die Zukunft, davon bin ich fest überzeugt. Ein E-Auto stinkt nicht, hat eine wunderbar sanfte Beschleunigung und bringt ein total entspanntes Fahrgefühl – gechillt, sagen unsere jungen Leute.“ In seiner Fahrschule Motoschool wird nur noch am Simulator mit Schaltgetriebe geübt, auf die Straße geht’s mit einem Elektrischen mit Automatik als Einstiegsfahrzeug. „Darauf lernt man am schnellsten und einfachsten“, so Kempkes. Sitzen die Grundlagen des Fahrens, folgen noch die vorgeschriebenen Stunden im Automatik-Verbrenner, dann kann’s in die Fahrprüfung gehen.

Seine Elektroflotte wertet Kempkes als doppelten Wettbewerbsvorteil: Der Kundschaft spart sie Fahrstunden und damit Geld. Und die Motoschool kann mit dem gleichen Team mehr Prüflinge vorbereiten – auch in der Fahrschul-Branche sind nämlich die Fachkräfte knapp. Außerdem koste dank Umweltprämie ein E-Auto nur so viel wie ein normaler Golf. Und weil es nur alle zwei Jahre zur Inspektion muss und auf zehn Jahre steuerbefreit ist, sei es unterm Strich sogar günstiger.

Der Führerschein mit 18 ist übrigens passé, weiß Kempkes. Heute gebe es auch auf dem Land „Multimodalität“, also Alternativen, um von A nach B zu kommen. Die Fahrerlaubnis wird erst mit Beruf und Familie wichtig: „Unsere Schüler sind heute zwischen 20 und 30.“

Die Ökobilanz eines E-Autos ist jedoch nicht automatisch besser, rechnet Reinhild Kluthe, die Chefin des Dülmener Klimamanagement-Teams, vor: „Der Öko-Fußabdruck betrachtet ja nicht nur Antrieb und Verbrauch, sondern die Belastung entlang der gesamten ökologischen Kette. Insofern schneidet ein Elektroauto nur dann besser ab als ein Verbrenner, wenn über mehrere Jahre eine Fahrleistung von insgesamt 50.000 bis 80.000 Kilometern erreicht wird.“ Und selbst dann geht die Rechnung nur mit Ökostrom aus erneuerbaren Energien auf – im Idealfall vom eigenen Dach wie bei Familie Nathaus.

E-Bike statt Auto: Das ist bei kürzeren Strecken das bessere Klimaschutz­konzept – solange man den Supermarkteinkauf um die Ecke trotzdem weiterhin zu Fuß oder per Fahrrad erledigt. „Multimodalität ist der Schlüssel zu klimaverträglicherer Mobilität“, sagt Kluthe. Doch um das Verkehrs­mittel entsprechend der Strecke wählen zu können, braucht es auch passende Angebote und die Infrastruktur dazu.

Im Dülmener Klimaschutzkonzept von 2011, das gerade fortgeschrieben wird, ist beides vorgesehen – und teilweise auch schon realisiert. Das Radwegenetz ist ausgebaut worden. Es gibt ein Ladesäulen-Netz für E-Autos, allein fünf stehen vor dem technischen Rathaus, an denen auch die städtische Elektroflotte „tankt“. Die ÖPNV-Angebote wurden verbessert, etwa durch den Bürgerbus. Auch die kommunale Öffentlichkeits­arbeit beginnt zu wirken, die die Bürgerinnen und Bürger anregt, sich in Sachen Mobilität zu vernetzen, Mitfahrgelegenheiten online oder auf den sogenannten Mitfahrbänken zu finden (einer Art Bushaltestelle für Privatpersonen). Und es werden weitere Optionen hinzukommen, da ist sich Kluthe sicher. Durch Wasserstoffantrieb beispielsweise, der besonders Gütertransporte und Langstrecken energie­effizienter möglich machen wird.

Eine motivierende Entwicklung sei da im Gange, sagt Kluthe, und sie betrifft nicht nur die Mobilität: Landwirte schaffen Flächen für Blühwiesen, Unternehmen engagieren sich mit klimaschonenden Energiekonzepten, die Stadt selbst wird allein in 2021 zehn weitere Photovoltaik-Anlagen auf ihren Gebäuden installieren. Lauter kleine Schritte auf dem Weg zum großen Ziel Klimaneutralität bis spätestens 2035. Kluthe und ihr gut aufgestelltes Team setzen auf das Engagement jeder und jedes Einzelnen, von kleinen Maßnahmen wie Ökostrom und nachhaltigerem Konsum bis zu großen wie der Energie­sanierung der Wohngebäude. Denn eins ist klar: Nur gemeinsam gelingt’s.

Freizeit

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FREIZEIT

Naherholungsgebiet: Garten

Garten boomt: Nicht erst der Lockdown hat gezeigt, wie gut es tut, sein eigenes Stückchen Grün zu haben. Das Gärtnern selbst hingegen ist längst nicht so beliebt. Deshalb wird Ansgar Büning gern mit „pflegeleichten“ Gärten beauftragt. Und da hat sein GaLaBau-Betrieb in Borken-Weseke einiges zu bieten.

Impressionen: Gärten von GaLaBau Büning
Impressionen: Gärten von GaLaBau Büning

„Vor 25 Jahren war ein Garten meist mit 1.000 Euro für ein paar Pflanzen und einen Zaun fertiggestaltet“, sagt Büning. Dass Garten- und Landschaftsbaubetriebe mit Planung und Anlage beauftragt wurden, war damals eine Seltenheit. Heute sieht das ganz anders aus: Büning kommt der Nachfrage trotz seiner sieben Mitarbeiter und fünf Aushilfen kaum hinterher. Das Baumschulgelände mit dem benachbarten GaLaBau-Betrieb und dem vor acht Jahren erbauten Hallengebäude und Wohnhaus zeigt, was heute geht im Garten – nämlich so ziemlich alles: puristisch-geradlinige Gestaltung, verspielt-natürliche Bereiche, Außenraum-Gliederung durch Stege, Naturstein, Wege und dazu Wellness-Bereiche und Outdoor-Multimedia vom Feinsten.

Heute will seine Kundschaft meist ein durchschnittliches Budget um die 20.000 Euro investieren, wenn es um die Neuanlage oder komplette Umgestaltung eines Gartens geht. „Aber je konkreter unsere Gespräche werden, umso größer werden die Wünsche. Hierdurch entsteht am Ende der Planung mitunter eine doppelt so hohe Gesamt­summe“, das kennt Büning schon. Nicht die Bepflanzung macht dabei den Löwenanteil aus, sondern Pflaster- und Bauarbeiten, Technik- und Lichtinstallationen – und beliebte Extras wie Teiche, Wasserspiele oder Outdoor-Saunen. „Da heißt’s dann entweder drauflegen, abspecken oder selber mit ran.“ Letzteres ist ihm am liebsten: Denn das Teamwork mit den Kunden knüpft ganz andere Beziehungen. Auch zwischen den Besitzern und ihrem künftigen Garten. „Trotz Muskelkater sind fast alle hinterher ganz beglückt“, sagt Büning.

Neben glücklichen Kundinnen und Kunden ist Büning bei der Planung wichtig, dass das Richtige gepflanzt wird: Mindestens ein Baum, insektenfreundliche Blumen oder Gehölze und Gräser gehören für ihn in jeden Garten. Gerade Bäume stehen zwar oft nicht hoch im Kurs, weil das Herbstlaub Arbeit macht, doch meist kann er die Gartenbesitzerinnen und -besitzer überzeugen.

„Pflegelose Gärten gibt es nicht“, sagt er dann gern, „aber pflege­arme, die können wir planen.“ Klar gegliederte Zonen, flächige Bepflanzung, die den Krautwuchs unterdrückt, nicht zu viele, aber die richtigen, heimischen Pflanzen­sorten – das ist Bünings Rezept. Das passende Bewässerungssystem gehört unbedingt dazu. „Wir setzen zwar immer mehr auf trockenheitsresistente Pflanzen, aber auch die brauchen Wasser.“ Und der Baum im Garten? Ist aktiver Klimaschutz, denn in freier Natur sind in den letzten Trockensommern viele Bäume gestorben. „Mit wenigen tausend Litern Wasser, gescheit dosiert, bringt man seinen Garten durch den Sommer, und wer noch einen Straßenbaum mit durchzieht, tut auf jeden Fall das Richtige“, so Büning, „denn Bäume sind Sauerstoff, Leben und Zukunft.“

Apropos Wasser: Als Gestaltungselement steht es bei Bünings Kunden eigentlich immer auf der Wunschliste. Aber gerade das kann richtig Arbeit machen, weiß Büning, etwa, wenn das Wasser im Sommer veralgt, wenn Bassins und Teiche gereinigt oder im Herbst winterfest gemacht werden müssen. Hier hat er ein wirklich pflege­loses System entwickelt: mit Stöpsel sozusagen. Unter Teich, Wasserbecken oder Bachlauf wird als zweite Ebene ein Edelstahlbassin mit Pumpe eingezogen. Auf Knopfdruck verschwindet das Wasser durch einen Filter nach unten. Und wenn man es braucht, ist es ebenfalls auf Knopfdruck innerhalb weniger Minuten wieder da, glasklar und sauber. So ein Teich-on-demand, der obendrein kindersicher ist, lässt sich für formal wie natürlich gestaltete Wasserflächen realisieren – „ein sensationelles Prinzip“, freut sich Büning.

In der 3D-Planung simuliert er solche und andere gewünschte Extras, damit seine Kundschaft die Garten­planung in realistischer Anmutung vor sich sieht. Meist müssen für die Umsetzung vor Ort noch weitere Gewerke ran. Sie zu koordinieren, gehört ebenfalls zu Bünings Dienstleistung, genau wie die laufende Budgetüberwachung und die enge Begleitung der gesamten Umsetzung. Viel Arbeit und Verantwortung in einer Branche, in der die Nachfrage groß und die Fachkräfte Mangelware sind – aber: „Hier in Weseke zu leben und zu arbeiten, das ist immer mein Kindheitstraum gewesen, und ich freue mich jeden Tag aufs Neue, dass er sich erfüllt hat.“ Auf Dauer würde er die Aufgaben der Geschäftsführung dennoch gern mit einem Partner oder einer Partnerin teilen: „Im Team lässt sich einfach noch mehr bewegen.“

Gartenklima

Wie man das Mikroklima im Garten verbessert und gegen Klimafolgen schützt, verrät dieser NABU-Beitrag:

Trockenkünstler

Insektenfreundliche Pflanzen, die auch mit Trockenheit und Hitze zurechtkommen, finden sich hier:

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister

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BÜRGERMEISTERINNEN UND BÜRGERMEISTER

GEMischtes Doppel

Zwei Generationen, zwei Frauen, zwei Männer, zwei mit Parteibuch, zwei ohne: So unterschiedlich die „Oberhäupter“ von Borken, Coesfeld, Dülmen und Stadtlohn sind, so sehr ähneln sich die großen Themen auf ihrer Agenda.

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Eliza Diekmann,
Bürgermeisterin Coesfeld
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Mechthild Schulze Hessing,
Bürgermeisterin Borken
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Carsten Hövekamp,
Bürgermeister Dülmen
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Berthold Dittmann,
Bürgermeister Stadtlohn

Einzig die Borkener Bürgerinnen und Bürger haben bei der Kommunalwahl 2020 die amtierende Bürgermeisterin Mechthild Schulze Hessing, CDU, im Amt bestätigt. In den drei anderen Städten sind „Neue“ im Amt, wobei in Borken und Coesfeld die vorherigen Amtsinhaber nicht mehr zur Wahl angetreten waren. In Coesfeld konnte Eliza Diekmann ohne Parteibuch die Wahl für sich entscheiden. Carsten Hövekamp hat in Dülmen die Bürgermeisterwahl für die CDU gewonnen, und der ebenfalls parteilose Unternehmer Berthold Dittmann führt jetzt die Stadtverwaltung Stadtlohn. Bis auf Diekmann bringen alle Kommunalerfahrung mit. Höve­kamp war zuletzt Kämmerer in Reken, Dittmann lange Ratsmitglied und stellvertretender Bürgermeister.

Was auffällt: Eliza Diekmann und Carsten Hövekamp sind noch unter 40. Damit repräsentieren sie eine neue Generation im Amt, die der jungen Familien im Westmünsterland: Digital Natives in einer Lebensphase, in der vieles im Aufbau ist, gut ausgebildet und vernetzt, vielseitig gefordert.

Die Amtszeit begann für alle vier Stadtchefs und Stadtchefinnen unter schwierigen Bedingungen, denn die Arbeitslast in Corona-Zeiten ist enorm. Zugleich erschweren die Kontaktbeschränkungen die Zusammenarbeit: Viele ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen die neuen Stadtoberhäupter bislang nur vom Bildschirm.

Den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sehen alle vier als wichtige, ganz persönliche Aufgabe. Es geht um Transparenz und Mitbestimmung darüber, „wohin wir uns als Stadt entwickeln wollen“ (Diekmann), „welche Prioritäten wir setzen“ (Dittmann), „welche Werte uns wichtig sind“ (Höve­kamp) – und darum, „dabei alle mitzunehmen“ (Schulze Hessing). Die Einladung wird rege angenommen, digitale Sprechstunden, Foren und Diskussionen sind gut besucht. Eine Art Aufbruchstimmung herrscht, denn die Themen sind wichtig.

Klima- und Ressourcenschutz hat überall Priorität. Jede Stadt setzt dabei andere Akzente: In Stadtlohn stehen Trinkwasserschutz und ein Stopp des Flächenfraßes auf der Agenda. Borken entwickelt derzeit den Klimaschutzplan. In Coesfeld steht er schon, wird gerade verschärft und umgesetzt, zudem beschäftigt sich die Stadt unter anderem mit Nachhaltigkeitskonzepten wie der kommunalen Kreislaufwirtschaft. Das Klimaschutzkonzept für Dülmen wird derzeit fortgeschrieben, ein ehrgeiziges Ziel ist bereits formuliert: CO₂-Neutralität bis 2035. Dabei ist allen klar, dass die Umwelt nicht an der Stadtgrenze aufhört: Infrastrukturen etwa für Radverkehr oder Elektromobilität entfalten regional ungleich mehr Wirkung als lokal, und der Ruf eines Kollektivs findet auf höherer Ebene mehr Gehör als der einzelner Bürgermeister bzw. Bürgermeisterinnen. „Natürlich stehen wir im engen Austausch, im eigenen Kreis, aber auch mit den Nachbarkreisen in der Region“, sagt Schulze Hessing. Ziel ist es, die Erfahrungen und Konzepte der anderen zu teilen und komplexe Themen wie Smart City gemeinsam anzugehen.

Digitalisierung ist das nächste große Thema, auch dieses hat unterschiedliche Facetten. Es geht um infrastrukturelle Fragen wie die zukunfts­fähige Ausstattung der Schulen und die flächendeckende Breitbandanbindung – aber auch darum, Verwaltungsprozesse schneller zu machen und bürgernäher. Agilität, schlanke Prozesse, weniger Bürokratie, kurz: „Verwaltung als Unternehmen zu organisieren statt als Behörde“, so Eliza Diekmann.

Ein attraktives Fleckchen Erde ist dieses Westmünsterland, darin sind sich alle einig. Seine Stärken und Kernkompetenzen zu bewahren – das Grün, Wohnqualität und gute Arbeitsplätze, die Landwirtschaft: Darum geht’s, aber es geht oft nicht mehr auf den altbekannten Wegen. Die Ressourcen werden knapp, allen voran die verfügbaren Flächen. Überdies hat die Pandemie ein Problem verschärft, mit dem sich die Städte schon länger beschäftigen: Wie hält man die Innenstädte als Nahzentrum und „dritten Ort“ (Schulze Hessing) des Alltags lebendig und attraktiv, stärkt Einzelhandel und Gastronomie?

Es sind herausfordernde Zeiten, und niemand hat ein Patentrezept. Aber die Region hat die richtigen Zu­taten. Gute Rahmenbedingungen, gute Köpfe und – ein starkes Wir-Gefühl.