Schalke

Header_schalke_2
SCHALKE

BLAU-WEISSE WEGE

Fußball ist eine Lebenseinstellung – erst recht, „wenn Du ein Schalker bist“. Denn der FC Schalke 04, das ist nicht nur die Elf auf dem Feld, das ist auch die Mannschaft hinter der Mannschaft, die mit Herzblut und Leidenschaft dabei ist: von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Stadion über mehr als 100 ehrenamtliche Schalke-Volunteers bis hin zu den Tausenden Fans, die im Schalker Fan-Clubverband e.V. organisiert sind.

Der Beitrag in der Druckausgabe des Geschäftsberichts 2020 wirft einen Blick hinter die Kulissen der Königsblauen und besucht Vertreter und Vertreterinnen diese Gruppen. Doch neben dem traditionellen Rasensport ist der FC Schalke 04 auch einer der deutschen Vorreiter in professionellen Esports.

Was es damit auf sich, erfahren Sie im Beitrag unten – und beim Klick auf www.schalkebank.de: denn die VR-Bank Westmünsterland kooperiert mit dem Esports-Team des Bundesligisten!

ESPORTS

beherzter Schritt
Richtung zukunft

Nicht auf dem Rasen, sondern am Computer spielen sie, die Esportler des FC Schalke 04. Doch wie kommt ein Fußballclub dazu, Gaming-Teams aufzubauen? Tim Reichert, Chief Gaming Officer des FC Schalke 04 Esports, erklärt den königsblauen Weg in die Zukunft.

Esports, so nennt man das kompetitive Spielen von Video- bzw. Computergames im Ein- oder Mehrspielermodus. Oft vorschnell als „Daddeln“ abgetan, verlangen Esports den Spielern in Wahrheit sehr viel ab: Nur mit ausgeprägtem Wahrnehmungsvermögen, enormer Reaktionsgeschwindigkeit und trainierter Feinmotorik sind das hohe Stresslevel und die blitzschnellen Herausforderungen moderner Games zu meistern.

Zu den weltweit beliebtesten Esports-Titeln gehören Strategiespiele wie League of Legends und Fußballsimulationen wie FIFA und Pro Evolution Soccer (PES). Und je größer das Publikum, desto höher das Ertragspotenzial für den Esports-Commerce, das professionelle Management und Marketing.

Zu den Ersten, die das große internationale Potenzial von Esports entdeckten, gehört der FC Schalke 04. Bereits 2016 beauftragte der Fußballclub den damals 36-jährigen Tim Reichert – der ehemalige Profi–Fußballer von Rot-Weiß Oberhausen ist zugleich einer der Pioniere der deutschen Gamingszene – mit dem Aufbau einer vereinseigenen Esports-Abteilung. Direkt im Anschluss folgte der nächste Coup: Noch im selben Jahr verpflichtete Schalke ein komplettes League of Legends-Team und integrierte es in seine Vereinsstrukturen. Eine visionäre Entscheidung, wie sie zuvor kein anderer Profi-Fußballclub getroffen hatte. Zudem kicken königsblaue Esportler heute in den populären Fußballsimulationen FIFA und Pro Evolution Soccer. Und zwar ganz vorn.

Schalke_Fahnenschwenker
Wenn sich die Esports-Profis wie hier im Spiel League of Legends messen, füllt ein Live-Event spielend das Stadion – aber noch viel mehr Fans verfolgen das Geschehen weltweit per Streaming.
Tim Reichert, Chief Gaming Officer des FC Schalke 04 Esports, lebt seine Leidenschaften für Fußball und Gaming seit jungen Jahren. Als Jugendlicher „zockte“ er mit seinen Brüdern Videogames, 1997 wurde aus dem Hobby eine Geschäftsidee. „Schroet Kommando“, die Esport-Organisation der Geschwister Reichert, heißt inzwischen SK Gaming und ist einer der größten Player im deutschen Esport.

„Neben dem hohen technischen Anspruch gibt es weitere Gemeinsamkeiten zwischen Fußball und Esports“, erklärt Tim Reichert, der inzwischen Chief Gaming Officer beim FC Schalke 04 ist. „Tatsächlich stehen auch beim Gaming das Miteinander, der Teamgedanke im Mittelpunkt – hinzu kommt der Reiz des Wettbewerbs, sich gemeinsam mit anderen zu messen.“

Über 200 eingetragene Esports-Vereine gibt es heute in Deutschland, dazu offizielle Meisterschaften. Das feste Regelwerk, die professionell organisierten Ligen und spannenden Turniere sind weitere Parallelen zum Fußball. Und vor allem: Beide Sportarten elektrisieren unzählige Fans auf der ganzen Welt. Wenn sich die Crème de la Crème der Esports-Profis miteinander misst, verfolgen Hunderttausende Menschen überwiegend jugendlichen Alters gebannt die Begegnungen: zum Teil vor Ort bei Stadion-Events, vor allem aber live per Online-Stream, in den sich Zuschauer aus aller Welt klicken. Über 47 Millionen Views über alle Kanäle verzeichnete beispielsweise der dreitägige FIFA eWorld Cup 2019.

Tief verwurzelt im
Ruhrgebiet gehören
wir unter dem Dach des
FC Schalke schon jetzt
zu den bekanntesten
Esports-Teams
Europas.

Das atemberaubende Wachstum im Esports-Segment erklärt das Engagement des Vereins. Allein 2018 ist der deutsche Esports-Umsatz um 62,5 Millionen Euro gewachsen – eine Steigerung um 22 Prozent, die Deutschland zum europäischen Spitzenreiter in diesem jungen, dynamischen Markt macht: „Wir sehen hier für Schalke perspektivisch einen neuen Erlösstrom, der unser Kerngeschäft Fußball nachhaltig und profitabel unterstützt“, erklärt Reichert. Dabei stammt das Gros der Einnahmen nicht etwa aus Ticketverkäufen – sondern aus Übertragungsrechten, Lizenzen, Merchandising und Branded Content.

So professionell wie seine Fußballer unterstützt Schalke auch seine Esportler: Trainer, Performance-Coaches und Analysten begleiten und fördern die Schalker Esports-Profis, unter ihnen FIFA-Stars wie Tim „Tim Latka“ Schwartmann und Julius „Juli“ Kühle, der gebürtiger Coesfelder ist. Mit ihren Team­kollegen feilen sie täglich an ihren Skills – in top ausgestatteten Trainingsräumen. Technisch wäre ihr gemeinsames Training nicht zwingend notwendig, aber „Nähe und direkte Kommunikation haben einen viel besseren Trainings­effekt, als wenn jeder einzeln zu Hause am PC säße“, so Reichert. Der Arbeitstag der Spieler geht von 11.30 bis etwa 20 Uhr, freitags und samstags finden die Wettkämpfe statt. Auch in ihrer Freizeit spielen die meisten weiter: „Man will einfach so gut wie möglich sein“, weiß Reichert. Und das gelingt offensichtlich: Die königsblauen Esports-Teams waren 2018 Vizemeister der FIFA-Club-Weltmeisterschaft und errangen 2019 den PES-Meistertitel.

Esports, so nennt man das kompetitive Spielen von Video- bzw. Computergames im Ein- oder Mehrspielermodus. Oft vorschnell als „Daddeln“ abgetan, verlangen Esports den Spielern in Wahrheit sehr viel ab: Nur mit ausgeprägtem Wahrnehmungsvermögen, enormer Reaktionsgeschwindigkeit und trainierter Feinmotorik sind das hohe Stresslevel und die blitzschnellen Herausforderungen moderner Games zu meistern.

Zu den weltweit beliebtesten Esports-Titeln gehören Strategiespiele wie League of Legends und Fußballsimulationen wie FIFA und Pro Evolution Soccer (PES). Und je größer das Publikum, desto höher das Ertragspotenzial für den Esports-Commerce, das professionelle Management und Marketing.

Zu den Ersten, die das große internationale Potenzial von Esports entdeckten, gehört der FC Schalke 04. Bereits 2016 beauftragte der Fußballclub den damals 36-jährigen Tim Reichert – der ehemalige Profi–Fußballer von Rot-Weiß Oberhausen ist zugleich einer der Pioniere der deutschen Gamingszene – mit dem Aufbau einer vereinseigenen Esports-Abteilung. Direkt im Anschluss folgte der nächste Coup: Noch im selben Jahr verpflichtete Schalke ein komplettes League of Legends-Team und integrierte es in seine Vereinsstrukturen. Eine visionäre Entscheidung, wie sie zuvor kein anderer Profi-Fußballclub getroffen hatte. Zudem kicken königsblaue Esportler heute in den populären Fußballsimulationen FIFA und Pro Evolution Soccer. Und zwar ganz vorn.

Im Schalkebank Gaming Room in der VELTINS-Arena absolvieren die FIFA- Esportler täglich ihre Trainingseinheiten.
Schalke_Esportler
Volle Konzentration: die S04-FIFA-Esportler Tim „Tim Latka“ Schwartmann (rechts) und Julius „Juli“ Kühle, der aus Coesfeld kommt (Mitte), mit Chris Knoth, dem ehemaligen FIFA-Coach (links), bei der Teamansprache.

Und wie stehen traditionelle Schalker Fussball-Fans zur digitalen Spielart? „Rundum positiv“, freut sich Reichert. Denn mag es auch Unterschiede zum klassischen Fußballsport geben, so überwiegen doch die Gemeinsamkeiten: Begabung, Technik, Training, Werte wie Fairness, Respekt und Toleranz. Und so wird bei Schalke nicht nur gespielt, sondern auch gelebt. Analog wie digital.

Gute Kommunikation
ist ein wesentlicher
Wettbewerbsvorteil,
denn Teamentscheidungen
müssen innerhalb von
Sekundenbruchteilen fallen.

FC Schalke 04 Esports

Mit seinem beispielhaften Bekenntnis zum Esport geht der FC Schalke 04 beherzten Schrittes voraus und nimmt weltweit eine führende Position ein. Als einer der ersten Fußballvereine überhaupt erkannte der S04 die einzigartigen Chancen, die der elektronische Sport bietet … mehr auf der Website FC Schalke 04 Esports